Männliche A-Jugend: "Die Bundesliga-Saison war eine großartige Erfahrung für uns!"

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In der gerade zu Ende gegangenen Spielzeit schnupperte erstmals auch eine männliche Budenheimer A-Jugend Bundesliga-Luft. In einer Jugendspielgemeinschaft (JSG) mit Ingelheim traten unsere Jungs in der Bundesliga Staffel Ost gegen die elf besten Jugendteams aus Südwest-, Mittel- und Ostdeutschland an. Der Spieler Johann von Römer aus dem Budenheimer Bundesliga-Team zieht eine persönliche Bilanz eines außergewöhnlichen Handballjahres.


Vor genau einem Jahr entschied der damalige Abteilungsvorstand der DJK Sportfreunde Budenheim, die kommende A-Jugend nicht mehr wie in den Jahren zuvor „nur“ in der Oberliga zu melden. Man gründete mit dem A-Jugend-Team des HSC Ingelheim eine Jugendspielgemeinschaft und meldete diese für die höchste deutsche Spielklasse an: Jugendbundesliga. Und so nahm der Budenheimer Handballwahnsinn seinen Lauf.

 

Zuerst mussten wir die Qualifikations-Vorrunde überstehen. Das gelang: Wir spielten ein gutes Turnier und schafften mit nur einer einzigen knappen Niederlage gegen Gastgeber Friesenheim den Sprung in die Hauptrunde in Wiesbaden. Dort fiel das Ergebnis jedoch ernüchternd aus: Mit einem Unentschieden und sonst nur Niederlagen erreichten wir nur dank der Punkte aus der Vorrunde immerhin noch die Möglichkeit, an einer letzten Entscheidungsrunde - den „Wild Cards“ - teilzunehmen.

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Kampfgeist erwacht neu

Doch die Moral unseres frisch zusammen gestellten Teams war nach den enttäuschenden Erfahrungen erst einmal gebrochen. Die Trainer wollten unser Team noch nicht einmal mehr für das Wild-Card-Turnier melden, weil ihnen das aussichtslos erschien. Doch recht schnell kehrte der Kampfgeist zurück - die gesamte Mannschaft wollte sich und den Trainern beweisen, dass wir Bundesliga spielen können.

Der erste Spieltag verlief eigentlich gut, die Sportfreunde konnten in zwei guten Spielen zwei Punkte mitnehmen, verpassten aber erneut die direkte Qualifikation. Doch es gibt Tage, an denen dir das Leben nicht nur eine oder zwei, sondern sogar drei Chancen bietet. Schon am nächsten Tag wurde der absolut letzte Platz in der Bundesliga ausgespielt. Und plötzlich lief alles wie geschmiert. Nachdem wir das erste Spiel beinahe problemlos gewinnen konnten, standen die Jungs im Endspiel um das allerletzte Bundesliga-Ticket.


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Jugendbundesliga, wir sind dabei!

Dort angekommen raffte sich der Haufen aus Ingel-, Bretzen- und Budenheimern zusammen und zogen an einem Strang. Gemeinsam, als Team besiegten wir den Finalgegner und konnten unser Glück kaum fassen. Wir waren am Ziel: Jugendbundesliga, wir sind dabei!

Die Mannschaft schwebte nach diesem Erfolgs-Erlebnis in der weiteren Saisonvorbereitung auf einer Welle der Euphorie, die bis Rundenstart nicht verebbte: Am ersten Spieltag der Jugendbundesliga konnten die Zuschauer gut erkennen, dass unsere Mannschaft völlig zu Recht einen Platz in der Bundesliga ergattert hat. Mit 32:25 siegten wir in der Budenheimer Waldsporthalle gegen Hochheim und zeigten eine souveräne Leistung in Angriff und Abwehr.

Dämpfer in Wiesbaden

Die Saison war jedoch erst ganz am Anfang, und wie zu befürchten war, reichten schon kleine Rückschläge aus, um den Kampfgeist der Mannschaft nachhaltig zu schwächen. Einer dieser Patzer war das Auswärtsspiel in Wiesbaden. Da wir mit Wiesbaden schon in der Quali keine guten Erfahrungen gemacht hatten, gingen wir nicht übermäßig optimistisch in dieses Spiel. In der Abwehr zögerlich und im Angriff drucklos, mit vielen kleinen Fehlern und wenig Konzentration gaben wir einen möglichen Erfolg schon fast freiwillig aus der Hand. Mit 24:36 verlor unsere Truppe um Trainer Franco Pallara das Derby deutlich und musste sich auch in den Folgespielen dem deutschen Vizemeister Dutenhofen und anschließend in einem sehr knappen und ärgerlichen Spiel auch noch Friesenheim geschlagen geben.

Doch was wäre die Saison ohne ein paar Überraschungen? Beim 17:17 gegen Eisenach ließen wir zwar den möglichen zweiten Saisonsieg liegen, aber den holten wir uns dann anschließend beim Auswärtsspiel in Großwallstadt: Mit 36:31 gewannen wir ohne Probleme gegen einen uns bis dahin völlig unbekannten Gegner. Dabei lagen wir über die gesamte Spielzeit hinweg deutlich in Führung und konnten die Gastgeber bis zum Ende auf Distanz halten.



Willkommen in der „Grünen Hölle“

Es folgte erneut eine Serie von drei Spielen ohne Punkte, ehe es wieder Zeit für eine Überraschung wurde: Gegen Leutershausen zeigte die JSG-Mannschaft, warum die Budenheimer Waldsporthalle auch die "Grüne Hölle" genannt wird: Wir gewannen unser Heimspiel mit 34:26.

Pünktlich zum Winterbeginn folgte dann einer der Tiefpunkte der Saison: In Aue verschenkten wir einen Sieg gegen den Letztplatzierten, dem wir damit die ersten beiden Punkte überhaupt auf dem Tablett servierten. Einen Monat später mussten wir uns dann in Hochheim knapp mit 32:33 geschlagen geben. Ausgerechnet gegen die bis dato erfolglosesten beiden Teams verschenkten wir also großzügig die Punkte und rutschten dadurch selbst in den Tabellenkeller ab.

Überraschung gegen den Tabellenvierten

Doch so leicht wollten wir JSG-Jungs es der Konkurrenz dann doch nicht machen und sorgten für die verdiente Antwort gegen Wiesbaden. In der Waldsporthalle zeigte man viel Kampfgeist und schaffte ein Unentschieden gegen den Tabellenvierten. Damit revidierte man den schlechten Eindruck aus dem Hinspiel und feierte den ersten Punkgewinn in der Rückrunde.

Auf diesen Erfolg folgte zwei Wochen später erneut ein Clou, dieses Mal gegen Friesenheim. Mit 31:28 besiegten wir den Lieblingsgegner in der Liga und machte der „Grünen Hölle“ erneut alle Ehre.

Lange Durststrecke

Dann jedoch folgte die größte Durststrecke der Saison: Mit sechs Niederlagen in Folge gegen Mannschaften wie Leutershausen, Eisenach und Hanau verschenkten wir wichtige Punkte und rutschten letztlich auf den vorletzten Platz ab – noch hinter Hochheim und Großwallstadt, die wir in der Hinrunde besiegt hatten.

Am letzten Spieltag wollten wir die Bundesliga-Saison mit einem Heimsieg gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten Aue erfolgreich abschließen. Dadurch hofften wir, uns noch vor die zehntplatzierten Hochheimer schieben zu können, die am gleichen Wochenende im Fernduell gegen Leutershausen antreten mussten.





Teilweise hervorragende Leistungen


Wir schlugen uns deutlich besser als im Hinspiel, sodass wir die Saison mit einem souveränen 33:27 Sieg beenden konnten. Trotzdem blieben wir auf dem elften Tabellenplatz, da Hochheim ein Unentschieden rettete.

Trotz der mageren Ausbeute auf Platz elf von zwölf mit fünf Siegen, zwei Unentschieden und 15 Niederlagen war die Bundesliga-Saison eine großartige Erfahrung für die Fans, die Spieler und die Trainer. Mit teilweise hervorragenden Leistungen glänzte die Mannschaft auch gegen sehr gute Gegner und verlor die Spiele meist aufgrund mangelnder Konstanz und Treffsicherheit.

Dennoch haben wir viel erreicht: "Bundesliga in Budenheim!" Mit diesem Erfolg sollten wir für‘s Erste zufrieden sein. Was sich daraus noch entwickelt, sieht man vielleicht in einigen Jahren. Oder aber schon in vier Wochen bei der nächsten landesweiten Bundesligaquali, für die die A-Jugend erneut gemeldet ist – dieses Mal als rein Budenheimer Mannschaft. Und für Überraschungen sind wir ja bekanntlich immer gut!


Fotos: Handball-Zeitung / Axel Kretschmer (2), DJK Sportfreunde Budenheim (3)

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