Saisonbilanz der weiblichen D-Jugend: "Glücklich und mega stolz auf unser Team“

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Wenn die Trainer Daniel und Nadine Marckart gemeinsam mit ihrer zweijährigen Tochter nach einem Auswärtsspiel ihrer D-Jugend-Mädels auf der Heimfahrt sind, tauschen sie sich gewöhnlich intensiv über das frisch zurückliegende Spiel aus: Was war gut, was muss in den nächsten Trainingseinheiten verbessert werden, was waren die Schlüsselszenen? Nicht so jedoch nach dem letzten Saisonspiel gegen die SG Bretzenheim. Da ist es still im Auto, ungewöhnlich still. Ihre Mädels der JSG Mainz 05/ Budenheim sind gerade Vizemeister geworden.


„Wir hatten kaum Worte“, erinnert sich Daniel später an die Rückfahrt. „Wir sind einfach nur glücklich und mega stolz auf unser Team, das sich heute mit diesem Sieg und der errungenen Vizemeisterschaft für die komplette Saison belohnt hat.“ Man habe insbesondere in der Abwehr gesehen, dass da eine Mannschaft auf dem Feld stand: „Jeder hat jedem geholfen, die Mädels sind dafür viele Wege gelaufen, die zum Schluss auch weh getan haben, aber die sie ganz selbstverständlich füreinander gegangen sind.“

Mit diesem großen Teamgeist schafften die jungen Budenheimerinnen die Wende im „Finale um die Vizemeisterschaft“, das denkbar schlecht für sie begonnen hatte – 1:5 lagen die Gäste bereits zurück, schafften dann Ende der ersten, Anfang der zweiten Halbzeit einen Sechs-Tore-Lauf zum zwischenzeitlichen 7:5, bis beim Stand von 11:6 die Vorentscheidung gefallen war. Am Ende hatten die Bretzenheimerinnen mit 9:12 das Nachsehen.

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Bock auf Handball

„Was uns so begeistert hat, war nicht nur die kämpferische Einstellung, die Abwehr- und - in der zweiten Halbzeit - auch die Angriffsleistung, sondern auch, dass selbst verletzte und kranke Spielerinnen heute und während der gesamten Saison zum Anfeuern zu den Spielen gekommen sind“, so Daniel Marckart. „Man merkt einfach, dass da eine Mannschaft steht, die richtig Bock hat, zusammen Handball zu spielen – und das, wie man in der Saison gesehen hat, auch erfolgreich.“

In der persönlichen Saisonbilanz des Trainerduos nehmen die beiden Bretzenheimspiele eine herausragende Position ein: „Diese Begegnungen haben gezeigt, was für eine tolle Mannschafts- und Kampfmoral in den Mädels steckt. In beiden Spielen haben sie einen deutlichen Rückstand noch gedreht und bis zur letzten Sekunde gekämpft.“

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Auch nach Rückschlägen nicht den Spaß verloren

Doch auch die beiden einzigen Saisonniederlagen gegen den Meister HSV Sobernheim schmerzen nicht nachhaltig: „Die Sobernheimerinnen haben uns gezeigt, dass wir immer noch einige Baustellen haben und dass unsere Fehler auch direkt bestraft werden können - aber auch, dass uns Niederlagen im weiteren Saisonverlauf nichts anhaben können“, so Marckart. Im Gegenteil, die Mannschaft sei auch nach Enttäuschungen weiterhin zusammen durch die Spiele gegangen, jeder habe alles gegeben und niemand habe den Kopf hängen lassen. Das bestätigt auch die Spielerin Anna Geiberger:„Der Spaß stand bei uns mehr im Vordergrund als das gewinnen.“ Und ihre Mannschaftskameradin Carlotta Lorenz-Meyer ergänzt: „Natürlich wollten wir jedes Spiel gewinnen, doch auch, wenn es einmal nicht geklappt hat, waren wir nicht total deprimiert. Sondern wir haben uns noch mehr angestrengt, um das nächste Spiel wieder zu gewinnen.“

Das Hinspiel gegen Osthofen und das Rückspiel gegen Alzey sei laut Daniel Marckart ein Indikator dafür gewesen, dass die Mädels für das Team auch mal auf ungewohnten Positionen wie etwa im Tor spielen können, wenn es erforderlich sei. „Klar hat jeder seine Lieblingsposition“, so Marckart, „aber ich glaube, wir sind eine der wenigen Mannschaften, in der jedes Mädchen fast jede Position spielen kann, ohne dass man einen großen Leistungsabfall erkennt.“

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Großer Kader, viel Spaß

Im Laufe der Saison sind zu den anfänglich 15 Spielerinnen noch drei weitere hinzugestoßen. Ein solch großer Kader bietet ideale Trainingsvoraussetzungen, die ihre Früchte tragen. Die beiden Trainer bescheinigen jeder einzelnen Spielerin eine riesen Leistungssteigerung - nicht nur, was körperliche Fitness angehe, sondern vor allem im Bereich der Technik und im Spielverständnis.

„Viele spielerische Lösungen kommen mittlerweile automatisch, ohne Anweisung, wenn die gegnerische Abwehr oder der gegnerische Angriff uns vor Probleme stellt“, erklärt Marckart. Und ein solch attraktiver Handball sei nicht nur schön für die Trainer, sondern auch für die Zuschauer.


100 Prozent im Training

Klar habe es auch Phasen der Nervosität oder auch mal schlechte Tage gegeben, an denen nichts klappen wollte, aber bislang habe sich die Mannschaft immer wieder selbst auf die richtige Spur bringen können. „Zum Training ist zu sagen, dass jede immer 100 Prozent gibt. Wir haben zwar auch mal Spaß und Unsinn gemacht, aber wenn die Mädels gemerkt haben, dass ein wichtiges Thema ansteht, waren sie sofort wieder mit der nötigen Konzentration und Disziplin dabei.“

Sehr schön zu sehen sei zudem, dass sich die Mädchen auch außerhalb der Halle gut verstehen und Spaß miteinander haben. So auch bei der gemeinsamen Weihnachtsfeier im Trainer-Wohnzimmer oder beim Kletterevent an der Wiesbadener Nordwand.

Die Integration der neuen Spielerinnen sei zunächst etwas schleppend verlaufen, aber dann haben sich die Mädchen doch noch sehr schnell in das Mannschaftsgefüge eingebracht und dort ihre Position gefunden.

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Traurig über das Ende einer wunderschönen Saison

Daniel Marckarts Fazit: „Die Ziele, die Nadine und ich uns vor der Saison gesteckt haben, sind auf jeden Fall erfüllt: Das Team ist noch enger zusammengewachsen. Der ältere Jahrgang hat Verantwortung übernommen, wenn es mal zu brenzligen Situationen kam. Aber auch die eine oder andere aus dem jüngeren Jahrgang hat Führungsqualitäten gezeigt.“  All das habe sich im letzten Spiel gegen Bretzenheim gezeigt.

„Wir als Trainerteam sind einfach stolz auf unsere Mädchen und freuen uns umso mehr auf die kommende C-Jugendsaison samt Quali für die Oberliga.“

Und auch die beiden Jugendspielerinnen Carlotta und Anna ziehen eine positive Saisonbilanz: „Jetzt sind wir sehr froh, dass wir Vizemeister sind, aber gleichzeitig auch traurig, dass diese wunderschöne Saison ein Ende nimmt“, sagt Anna. Aber es gebe noch eine positive Sache, ergänzt Carlotta: „Der ältere Jahrgang bleibt zusammen und unsere Trainer wechseln mit hoch in die C-Jugend.“

3. Bericap-Lauf

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