wC - Mädels holen den Titel "RPS-Meister" nach Rheinhessen

wC MeisterbildZum vierten Mal fand die Rheinland-Pfalz / Saar-Meisterschaft der weiblichen C-Jugend statt. Ausrichter war diesmal die TSG Friesenheim, die als ungeschlagener Meister der Pfalzliga, die Gäste aus dem Saarland, dem Rheinland und Rheinhessen am 04.05 in heimischer Halle empfangen konnte. Da mit der HSG Wittlich (Rheinlandliga), der JSG Marpingen/Alsweiler (Saarliga) und der JSG Boudenheim (Rheinhessenliga) die bis zu diesem Tage ebenfalls ungeschlagenen Meister ihres jeweiligen Verbandes vertreten waren, versprach es ein Turnier voller Spannung zu werden.

 

Die Mannschaft der Jugendspielgemeinschaft aus Bodenheim und Budenheim ging dabei hochmotiviert, aber dennoch mit etwas Unbehagen an ihre letzte große Aufgabe heran. Zwar hatte die junge Mannschaft in zahlreichen Testspielen und bei überregional stark besetzen Turnieren (1. Platz beim Nidda-Cup in Frankfurt / 5. Platz nach Ausscheiden im 7m-Schießen beim Internationalen Osterturnier in Biberach) bewiesen, dass sie keinen Gegner fürchten muss. Allerdings waren Mannschaften aus Rheinhessen bei den drei vorherigen Meisterschaften insgesamt zu neun Spielen angetreten und verließen auch neunmal als Verlierer den Platz. Diese Bilanz sollte geändert werden.
Zunächst eröffneten die Gastgeber jedoch das Turnier gegen die HSG Wittlich. Überraschenderweise fehlte dort aber eine wichtige Leistungsträgerin, die wenige Wochen zuvor noch für den DHB-Kader gesichtet wurde. Nach anfänglichen Unsicherheiten bei beiden Mannschaften zeigte sich, dass dieser Verlust nicht zu kompensieren war und die TSG Friesenheim letztlich mit 19:7 sicher gewinnen konnte.
Es folgte die mit Spannung erwartete erste Partie der Mädels aus Rheinhessen. Gegen Marpingen hatte man bereits in der Vorbereitung als gerade neu formierte Mannschaft gespielt und dabei eine recht deutliche Niederlage hinnehmen müssen. Dazwischen lagen nun aber 14 Turniere 38 Saisonspiele (die C-Jugend hatte zusätzlich noch die B-Jugend Runde gespielt) und 112 Trainingseinheiten. Wie schon beim ersten Spiel waren die Anfangsminuten von Nervosität geprägt. Es war schließlich Alicia Soffel, die mit einem ihrer gefürchteten Rückraumwürfe ein erstes Ausrufezeichen setzte. Bis zum 2:2 nahm die Begegnung dann den erwartet ausgeglichenen Verlauf. Von diesem Punkt an kam aber die eigene Abwehr auf Touren. Allen voran Rahel Weißer auf Rechtsaußen und Denise Kremer auf Halbrechts zogen der starken linken Angriffsseite der Saarländerinnen den Zahn. Dazu sorgte Theresa Horstmann auf der 1-Deckung durch ihre antizipative Abwehrarbeit immer wieder für Ballgewinne. Im Angriff hingegen setzte sich neben Gegenstößen von Theresa Horstmann, Denise Kremer und Rahel Weißer immer wieder Alicia Soffel mit Brachialgewalt aus dem Rückraum durch. Nach 15 gespielten Minuten ging man daher mit 9:3 in die Halbzeit. Auch im zweiten Spielabschnitt sollte sich am Bild erst mal nichts ändern und man konnte schnell auf 12:3 erhöhen. Auch Nina Schweißfurth und Tabea Seck konnten nun ihre Klasse zeigen und sorgten weiterhin für eine stabile Abwehr. Durch den Einsatz von Youngster Sophie von Römer auf der Rückraum Mitte konnte sich Stammspielerin Theresa Horstmann etwas erholen, ohne dass der Vorsprung nennenswert schmolz. Die Marpinger steckten allerdings zu keinem Zeitpunkt auf und konnten gegen Ende der zweiten Hälfte immer wieder ihr Tempospiel aus der eigenen Abwehr aufziehen. Die Partie endete schließlich mit 16:10 dennoch unerwartet deutlich für die JSG Boudenheim.
Nach einem Spiel Pause sollte es für die Mädels dann gegen Wittlich weitergehen. In der Zwischenzeit zeigte Marpingen gegen Friesenheim, die sich nach dem starken Auftakt bereits auf Meisterschaftskurs gesehen hatten, eine aufopferungsvolle Leistung und entschieden die Partie ihrerseits mit 16:10 für sich. Die Mädels waren also vorgewarnt und gingen entsprechend fokussiert auch in diese Begegnung. Obwohl man schnell mit 4:1 in Führung gehen konnte, machte sich die hohe Laufbereitschaft der ersten Begegnung früh bemerkbar. Zuerst musste Rahel Weißer mit Wadenproblemen und danach Alicia Soffel mit Schmerzen im Oberschenkel ausgewechselt werden. Dafür sprangen allerdings Tabea Seck und Jaqueline Schneider in die Bresche und halfen dabei die eigene Führung weiter auszubauen. Beim 18:6 kamen dann auch mit Carla Steiger-Essling und Malin Schubert die jüngeren Spielerinnen der JSG zum Einsatz und halfen dabei, das Spiel zu einem sicheren 24:12 Endstand zu bringen.

 

Wieder mussten die Mädels ein Spiel abwarten, bevor sie sich ein letztes Mal erheben mussten. Dass Marpingen in dieser Begegnung die Mädels aus Wittlich, die sich bereits aufgegeben hatten, förmlich vom Feld fegten, wurde dabei fast zur Nebensache. Die Meisterschaft ging nur noch über die JSG Boudenheim. Nach den ersten beiden Partien hätten sich die Mädels sogar eine 3-Tore Niederlage erlauben können, aber das Rechnen wurde den Spielerinnen seitens der Trainer verboten, denn auch dieses Spiel wollte man nun gewinnen. Zwischenzeitlich hatte sich die medizinische Abteilung (in Form von Roland Schweißfurth) mit Tapeverband und Massagearbeit um die verletzten Spielerinnen gekümmert, so dass man in der Stammbesetzung in die Partie gehen konnte. Die ersten Minuten sollten allerdings der TSG Friesenheim gehören. Ein ums andere Mal konnten diese die Abwehrreihen in den Anfangsminuten durchbrechen, wobei vor allem die flexibel agierende Linkshänderin der TSG für Furore sorgte. Es war in diesen Minuten fast allein Dilan Balibey im Tor zu verdanken, dass man nur mit zwei Toren (0:2 / 2:4) in Rückstand lag. Dann aber meldete sich der Angriff zu Wort. Angetrieben von den Trommeln und Anfeuerungsrufen der unermüdlichen mitgereisten Fans (neben den eigenen Angehörigen waren auch Teile der männlichen C- und B-Jugend sowie der weiblichen B-Jugend mitgereist) zeigten Alicia Soffel mit unnachahmlicher Wurfgewalt aus dem Rückraum und Katharina Lennartz mit starken Wurfvariationen von Linksaußen ihre Klasse gegen eine sonst bärenstarke Torhüterin aus Friesenheim. Auf ein 6:6 kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte man sich bei Ballbesitz Friesenheim heran gekämpft. Dann waren es Theresa Horstmann, die einen Ballverlust provozierte und Rahel Weißer, die als erste reagierte und per Gegenstoß verwandelte, was ihre Mannschaft mit einem 7:6 in die Pause gehen ließen.
Die erste Formation spielte nun durch und war aufgrund des langen Tages angeschlagen. Von nun an mussten die Mädels auch gegen sich selbst kämpfen und sie zeigten sich dieser Aufgabe gewachsen. In den zweiten 15 Minuten wurde man zunehmend die stärkere Mannschaft. Die Abwehr zeigte sich von Minute zu Minute stabiler, Dilan Balibey im Tor noch souveräner und im Angriff spielte man sich immer häufiger Chancen heraus. Es war nun die Torhüterin von Friesenheim, die fast alleine ihre Mannschaft im Spiel hielt - schon die 3 gehaltenen 7-Meter sprechen hier für sich. Aber auch sie hatte Grenzen und hatte den Gegenstoßtoren von Theresa Horstmann und Denise Kremer, die beide unermüdlich nach vorne und hinten arbeiteten, der Variabilität von Katharina Lennartz von Außen, sowie den Würfen vom Kreis durch Dorina Nahm, die mit einer unheimlichen Quote beeindruckte, nichts entgegenzusetzen. Dennoch blieb die Begegnung unglaublich eng. (9:9 / 11:11 / 14:14) Es war dann Alicia Soffel, die 45 Sekunden vor Schluss ihre Gegnerin noch einmal überwinden konnte und mit dem 15:14 den Siegtreffer setze. Der letzte Gegenangriff der Friesenheimerinnen brach schließlich an der Abwehr. Der darauffolgende Schlusspfiff ließ bei Mannschaft und Fans dann alle Dämme brechen. Ausgelassen wurde die errungene Rheinland-Pfalz / Saar Meisterschaft noch auf dem Feld gefeiert. Dabei ist man nicht nur die erste Mannschaft aus Rheinhessen, die diesen Titel erringt, sondern wird gleichzeitig auch die letzte Mannschaft sein, die dieses Turnier gewonnen hat, da ab der kommenden Saison die Meisterschaft in einer normalen Runde ausgespielt wird.

3. Bericap-Lauf

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