Volle Hütte, Wahnsinns-Stimmung, packende Spiele: Fantastisches Final Four in der Waldsporthalle

IMG_7008_700.jpg


Die Handballerinnen der HSG Blomberg-Lippe (Westfalen) sind neuer Deutscher Meister der weiblichen B-Jugend. Im Endspiel des „Final Four“  setzten sie sich in der an beiden Turniertagen ausverkauften Budenheimer Waldsporthalle souverän gegen das Team des HC Leipzig durch. Den dritten Platz sicherten sich die gastgebenden „Meenzer Dynamighties“ der JSG Mainz 05/Budenheim im „kleinen Finale“ vor dem SV Henstedt-Ulzburg aus Schleswig-Holstein.



Ein Handball-Event dieser sportlichen Dimension hatte es weder in Budenheim, noch in Mainz, noch in der gesamten Region Rheinhessen je zuvor gegeben. Entsprechend groß war der Druck auf die ausrichtenden Vereine DJK Sportfreunde Budenheim und 1. FSV Mainz 05 und ihren Chef-Organisator Dirk Rochow im Vorfeld.  Doch die Anstrengungen haben sich gelohnt: Das Final Four, die Endrunde um die Deutsche B-Jugend-Meisterschaft, war ein absoluter Knaller - sowohl für die Teams als auch für die Zuschauer. Als Krönung war am Sonntag eigens die Schirmherrin, Nationalspielerin Meike Schmelzer vom Thüringer HC aus Erfurt angereist, um die Sieger zu ehren.

„Das Final Four war toll organisiert und die Abläufe passten“, bestätigt der Blomberger Meistertrainer Björn Piontek: „Großes Lob an die Sportfreunde Budenheim und Mainz 05 - die Atmosphäre war beeindruckend!“ Auch Handballverband-Rheinhessen-Präsident Klaus Kuhn sowie Doris Birkenbach als Repräsentantin des Deutschen Handballbundes (DHB) waren von der Veranstaltung und der „perfekten Turnierorganisation“ begeistert.


IMG_7652_700_Reserve.jpg

Mit Mut statt Größe zum Erfolg

Doch nun das Sportliche: Neuer deutscher Meister der weiblichen B-Jugend ist das westfälische Team der HSG Blomberg-Lippe, das sich im Halbfinale am Samstag zunächst gegen die gastgebenden Meenzer Dynamighties der JSG Mainz 05/Budenheim mit 27:21 durchsetzen konnten, um dann im Finale am Sonntag dem HC Leipzig beim 32:21 nicht den Hauch einer Chance zu lassen.

„Blomberg-Lippe war im gesamten Final Four sensationell“, sagt auch Dynamighties-Trainerin Agnes von Römer. Obwohl die meisten Spielerinnen weder viel Masse noch viel Körpergröße mitbrächten, habe das Team gezeigt, wie man mit Disziplin, Variabilität, Selbstbewusstsein und vor allem Schnelligkeit überzeugen und dominieren könne, so von Römer. Blombergs Rückraumspielerin Munia Smits, deren große Schwester Xenia in der deutschen A-Nationalmannschaft spielt, stach aus einer insgesamt hervorragenden Teamleistung heraus und hat das Halbfinalspiel mit ihren 16 erzielten Toren fast im Alleingang gewonnen - wobei in der Defensive allerdings auch Torfrau Louisa Rabeneick in beiden Spielen eine ganz wichtige Rolle spielte.

IMG_6810.jpg

Verdienter Meister

Im Endspiel bewies die wieselflinke Patricia Lazarevic auf der Rechtsaußenposition, dass Mut und Entschlossenheit im Frauenhandball offensichtlich wichtiger sind als Körpergröße . Sie erzielte als vermutlich kleinste Spielerin auf dem Feld 10 Tore und wurde nach dem Finale verdient zur wichtigsten Feldspielerin des Final-Four-Turniers gekürt – beste Torfrau wurde Dynamighty Alicia Simonelli. Von Römer: „Was Blomberg gezeigt hat, war ganz großer Handball – und noch dazu von einer sehr, sehr sympathischen Mannschaft.“

Blombergs Meistertrainer Björn Piontek war vom Auftritt seiner Mädels in Budenheim auch Stunden nach dem Finale noch völlig überwältigt: „Unfassbar! Was meine Mädels an diesem Wochenende  abgeliefert haben, macht mich sehr stolz“, sagt er. „Ich denke, dass wir absolut verdient Deutscher Meister geworden sind. Wir waren in diesem Final Four insgesamt gesehen das stabilste und spielstärkste Team. Ich bin überglücklich.“ Jeder, der die beiden Endrundenspiele des Westfalenmeisters gesehen hat, kann diesen selbstbewussten Aussagen nur zustimmen: Die HSG Blomberg-Lippe ist völlig zu Recht Deutscher Meister geworden, daran gibt es nichts zu rütteln.

Kombo_MVP.jpg


Henstedt im Pech

Agnes von Römer indes freut sich, dass ihr Team das „Heimal Four“ nach dem verlorenen Halbfinale gegen den späteren Deutschen Meister positiv mit einem Sieg abschließen konnte und zudem gegen Blomberg eine bessere Figur machte als Leipzig im Finale. „Unsere Mädels waren heute im Spiel um Platz drei absolut überragend“, sagt sie. Jede einzelne habe sich mit ihren Qualitäten, ihrem Tordrang und dem Mut, Verantwortung zu übernehmen, voll eingebracht.

Der SV Henstedt-Ulzburg ist so etwas wie der Pechvogel des Turniers: Im Halbfinale hatte er gegen Favorit HC Leipzig eine unglaublich starke Partie gemacht. Vier Minuten vor dem Schlusspfiff bringt Caroline Rodewald ihre Henstedter gar mit 15:14 in Führung, knickt aber bei der Landung um, verletzt sich dabei schmerzhaft an den Außenbändern im Fuß und kann nicht mehr weiter spielen. Ihre Kameradinnen sind sichtbar verunsichert  und können von diesem Zeitpunkt an keinen Treffer mehr erzielen.

Leipzig wittert seine Chance, trifft drei Mal in Folge und zieht jubelnd ins Finale ein, während die Henstedter Spielerinnen am Boden zerstört sind. Am Folgetag gelang es dem Team aus der Nähe von Hamburg nicht, in der ersten Halbzeit gegen die Dynamighties an ihre Leistung des Leipzig-Spiels anknüpfen. Den hohen 13:6-Rückstand zur Pause konnten sie in Hälfte zwei dann nicht mehr aufholen. Viertbeste Mannschaft in Deutschland zu sein, ist dennoch ein großer Erfolg. Ein-, zweimal drüber schlafen - dann wird die Welt wieder ganz anders aussehen!

3. Bericap-Lauf

3._Bericap-Lauf.jpg

Saisonheft 2017/2018

Final Saisonheft 2017 2018 Deckblatt

Die SFB-App

App Werbung

Wer ist online

Aktuell sind 10 Gäste und keine Mitglieder online

© Copyright “2017” DJK Sportfreunde Budenheim, Abt. Handball www.sportfreunde-handball.de

Joomla template by ByJoomla.com