wA - Wir sind dabei: Jugendhandballbundesliga wir kommen!

wA JBLH 2Es ist vollbracht! Die Mädels der JSG Boudenheim schaffen nach einer überzeugenden und bundesligareifen Vorstellung im letzten Qualifikationsturnier in Baunatal den Sprung in die DHB Eliteliga. Erstmals schafft es somit eine rheinhessische weibliche A-Jugendmannschaft den Sprung in die Jugendbundesliga und gehört zu den 24 Top wA Teams der Republik! Bis jetzt war dies nur der männlichen A-Jugend der HSG Rhein-Nahe aus dem Handballverband Rheinhessen gelungen. 

In der momentan im Umbau befindlichen Budenheimer Waldsporthalle, welche einen neuen Hallenboden und Tribüne bekommt, wird dann in der kommenden Runde auch Bundesligaluft zu schnuppern sein und Teams mit Rang und Namen aus ganz Deutschland auflaufen.

 

"Was die Mädels am letzten Wochenende abgeliefert haben war einfach nur unglaublich und sensationell! Mit dieser Vorstellung haben sie sich ihren Platz in der DHB Eliteliga mehr als verdient!", so dass Resümee von Trainer Dirk Rochow nach einer starken Vorstellung der Boudenheimerinnen im letzten Qualifikationsturnier zur JHBL..

Bereits am Samstag gelang es den Mädels aus Boudenheim in ihren zwei Vorrundenbegegnungen zu überzeugen und gegen die JSG Wörth/Hagenbach und den Berliner TSC zwei sichere Siege einzufahren. Gegen die SG Wörth/Hagenbach hatte man zwar nicht so gute Erinnerungen, da man im letzten Jahr ihnen im entscheidenden Qualifikationsturnier zur JHBL unterlag und auch in der Runde zwei klare Niederlagen kassierte. Doch diese Erkenntnisse waren letztendlich nur Schall und Rauch. Bei einer Spielzeit von 2 x 20 Minuten gelang es den Wörtherinnen lediglich die ersten 5 Spielminuten der JSG Paroli zu bieten. Danach nahmen die Boudenheimer Mädels die Zügel in die Hand und setzen sich auf 9 zu 3 ab. Aus einer starken und kompakten Abwehr heraus spielend, ließ man die Gegnerinnen nur schwer bis selten zum Torabschluss kommen. Auch eine zwischenzeitliche doppelte Manndeckung gegen die beiden Rückraumshooterinnen der JSG, Marlena Ludwig und Alicia Soffel, brachte die Wörtherinnen nicht auf die Erfolgsspur. Der Start der 2. Hälfte wurde auf Seiten der JSG ein wenig verschlafen und die Pfälzerinnen waren kurzzeitig auf 2 Tore heran, aber es kam nicht wirklich Gefahr auf, dass Spiel noch einmal abzugeben. Die Abwehr stabilisierte sich schnell wieder und im Angriff wurde wieder erfolgreich abgeschlossen. Der 20 zu 16 Erfolg am Ende hoch verdient, routiniert und spielerisch überzeugend heraus gespielt. Die Auftaktbegegnung gegen einen Angstgegner war somit erfolgreich gemeistert und gab viel Selbstbewusstsein für die weiteren Spiele.

 

In der zweiten Begegnung der Gruppe B kassierte der Berliner TSC nach Halbzeitführung mit 3 Toren noch eine 24 zu 20 Niederlage. Eine Niederlage für Wörth hätte bereits das Ausscheiden für die Pfälzerinnen bedeutet und das letzte Spiel der Gruppe zu einem entspannten Auslaufen gemacht. Doch mit dem Sieg der Wörtherinnen war noch für alle Teams der Dreiergruppe ein Weiterkommen möglich. Jedoch nur die beiden Erstplatzierten der beiden Dreiergruppen kamen in die Überkreuzspiele, Erster gegen Zweiter, am darauffolgenden Sonntag.

 

Das Spiel der JSG Mädels gegen den Berliner TSC verlief in den ersten 10 Spielminuten sehr verfahren und Boudenheim kam nicht wirklich in Fahrt. Mit zunehmender Spielzeit konnte man aber die Nervosität ablegen und Mitte der 1. Halbzeit waren die Boudenheimerinnen in der Partie angekommen und übernahmen die Kontrolle über die Begegnung. Bis zur Halbzeit gelang es sich auf 12 zu 9 abzusetzen. Für den zweiten Abschnitt war klar, dass der TSC noch einmal zulegen musste, da er aufgrund des schlechteren Torverhältnis mit 4 Toren hätte gewinnen müssen. Dieser erwartete Ansturm kam aber nicht! Die JSG spielte im zweiten Abschnitt resolut und abgeklärt ihren Stiefel herunter und war spätestens beim 17 zu 11 klar auf die Siegerstraße eingebogen. Die Mädels aus der Hauptstadt gaben sich zum Ende der Partie hin auf und die JSG fuhr einen klaren 23 zu 14 Sieg ein. Dies hatte zur Folge, dass man als Gruppensieger gegen den Zweiten der Gruppe A ran musste, Dies war nicht Remshalden, wie zu erwarten war, sondern die Bundesligareserve vom Erstligisten Vfl Oldenburg.

 

Sonntagmittag 11 Uhr 45 Anpfiff im zweiten „Endspiel des Tages“, mit den Mannschaften vom Vfl Oldenburg und der JSG Boudenheim. Die Gewinner der Überkreuzspiele qualifizierten sich direkt für die Bundesliga und die Zweitplatzierten spielten um 14 Uhr 00 noch den letzten freien Platz aus. Remshalden schlug in der 1. Begegnung Wörth klar und stand als erster Bundesligaqualifikant fest.
Die Ausgangslage für die Boudenheimer Mädels war schwierig, sollte man alles geben oder den klaren Favoriten ziehen lassen, um dann eventuell im letzten Spiel noch die Kraftreserven zu haben, um die Wörther Mädels schlagen zu können oder sollte man doch das Unmögliche versuchen und die körperlich und spielerisch klar überlegenen Oldenburgerinnen einfach versuchen zu schlagen. Trainer Dirk Rochow entschied sich für die letzte Variante und setzte auf eine offene 3:2:1 gegen die sehr monoton agierenden Oldenburgerinnen und auf eine effektive Auslastung seiner eigenen Chancen.

 

Was folgte hatte wohl keiner in der Halle erwartet. Die Boudenheiemer Mädels gaben von Spielbeginn den Ton an und der Vfl lief hinterher. Nach 4 zu 0 Führung fogte ein 7 zu 3 und der Vfl Trainer nahm bereits seine Auszeit. Die Mädels von Oldenburg, schwer angeschlagen und beeindruckt, kamen fortan besser ins Spiel, doch die JSG Boudenheim dominierte erstaunlicher Weise weiter die Begegnung. Die 10 zu 7 Führung zur Halbzeit hoch verdient und lies auf mehr hoffen. Hervorzuheben, auch gerade in dieser ersten Halbzeit, Torhüterin Sabrina Seck, die über das ganze Wochenende über sich hinaus wuchs und zu einer ganz wichtigen Stütze der Mannschaft wurde.
In der zweiten Halbzeit folgte ein offener Schlagabtausch bei dem vorerst die Mädels aus Oldenburg die Nase vorne hatten und den Halbzeitrückstand beim 12 zu 11 für den Vfl bereits in eine Führung gedreht hatten. Doch dies war die Einzige und zugleich letzte Führung. Über 13 zu 13, 15 zu 15 und 18 zu 18 ging es dem Spielende entgegen, wobei es immer den JSG Mädels gelang eine Führung vorzulegen. Von der Nervenanspannung nicht zu überbieten und die letzte Minute sollte dies beibehalten. Nach einem weiteren sensationellen Tor von Carina Marks auf rechts Außen ging die JSG mit einer 21 zu 19 Führung in die letzte Spielminute. Oldenburg erzielte frühzeitig den Anschlusstreffer und hatte nach Zeitspiel im Angriff und roter Karte für Lara Hilbert noch 12 Sekunden Zeit, um zum Torerfolg und Remis zu kommen. Nach erneutem Foulspiel an der Mittellinie waren lediglich noch 3 Sekunden zu spielen, Oldenburg im Ballbesitz und Auszeit vom Vfl Couch. Boudenheim inzwischen nur noch mit 4 Feldspielerinnen, aufgrund der roten Karten und einer weiteren 2 Minutenstrafe, auf dem Spielfeld. Die Halle tobte und die Anspannung aller Beteiligten am Anschlag. Nach Wiederanpfiff kamen die Oldenburgerinnen aber nicht mehr zum Torabschluß und nach dem Ertönen der Schlusssirene gab es auf Boudenheimer Seite kein Halten mehr. Im 9 Spiel der Qualifikationsrunde, in seinem mit Abstand bestem Spiel, folgte der am wenigsten erwartet Erfolg und somit der Einzug in die Bundesliga. Ein Meer von Freundentränen bei Spielerinnen, Eltern, Anhang und Betreuern über einen grandiosen Sieg, der hinzu den Einzug in die Bundesliga perfekt gemacht hat.

 

„Ein riesiger Traum der Mädels und natürlich von mir geht in Erfüllung! Die Mädels belohnen sich für ihre jahrelang harte und konstante Arbeit. Endlich gelang es uns einmal die vielen Erfahrungen der letzten Jahren mit einfließen zu lassen und wichtige Spiele abgeklärt und mit der nötigen Übersicht und Ruhe zu absolvieren. Der unabdingbare Wille und der sehr stark ausgeprägte Teamgeist hat die Mädels in die JHBL getragen. Ich bin verdammt stolz auf meine Hühner und dem Erreichten! Wir freuen uns riesig auf die neuen Herausforderungen und auf verdammt starke Gegner aus der ganzen Republik.“, so die Worte von Trainer Dirk Rochow nach dem großartigen Erfolg.

3. Bericap-Lauf

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