Weibliche A-Jugend verpasst vorzeitigen DM-Viertelfinal-Einzug

Theresa Horstmann beim Torabschluss gegen die SG BBM Bietigheim. Foto: SFB / Ingo Fischer

Weibliche A-Jugend-Bundesligamannschaft unterliegt in Bietigheim
Auf engem Raum zerrieben

Die Nachwuchs-Handballerinnen der FSG Mainz 05/ Budenheim haben ihren ersten von zwei Matchbällen für den Einzug ins Viertelfinale der deutschen A-Jugend-Meisterschaft nach einer wenig überzeugenden Leistung durch eine vermeidbare 29:24-Niederlage bei der SG BBM Bietigheim vergeben. Nun bleibt noch die zweite und letzte Chance, das gesteckte Saisonziel zu erreichen. Letzter Zwischenrunden-Gegner ist am 25. Februar in der Budenheimer Waldsporthalle der amtierende deutsche A-Jugend-Meister, Buxtehuder SV.

 

In der Fremde will der Knoten in dieser Saison einfach nicht platzen bei den Jugendbundesliga-Dynamighties der FSG Mainz 05/Budenheim. Gegen Bietigheim kassierten sie am Samstag die dritte Niederlage im dritten Auswärtsspiel der laufenden A-Jugend-Bundesliga-Spielzeit. „Es ist schwer zu sagen, warum wir uns in fremden Hallen oft so schwer tun und nicht in der Lage sind, solche Feuerwerke abzubrennen, wie wir es zu Hause tun“, so Teambetreuerin Sabine Teuscher.

Dabei wirkten die Gäste aus Budenheim über weite Strecken des Spiels als das überlegene Team. Allerdings gelang es nur in der Anfangsphase, diesen optischen Vorteil auch in einen zählbaren Vorsprung umzumünzen. Doch als sich die Gastgeberinnen nicht abschütteln ließen, sondern oftmals durch leichte, schnelle Gegentore die zuvor mühsam herausgespielten Treffer der Gäste konterten, wurden die Dynamighties zunehmend nervöser.

Auf engem Raum aufgerieben

Das schnelle Umschaltspiel, mit dem die Dynamighties zwei Wochen zuvor in der heimischen Budenheimer Waldsporthalle in der Schlussphase noch einen Kantersieg gegen Bad Soden eingefahren hatten – es fand diesmal kaum statt. Statt eroberte Bälle schnell nach vorne zu tragen und gegen die noch unsortierte Abwehr in leichte Tore zu verwandeln, wirkte das Aufbauspiel der Gäste über die gesamte Spielzeit zäh und gehemmt.

Im Angriff scheiterten die Außen in der Anfangsphase mehrfach frei an der starken Bietigheimer Torfrau oder am Pfosten. Resultat: Sie ließen sich verunsichern, machten anschließend wenig Druck auf die Abwehr und bekamen selbst freistehend bisweilen keine Pässe mehr von ihren Mitspielerinnen aus dem Rückraum. So spielte sich das Angriffspiel der Budenheimerinnen mehr und mehr im zentralen Spielraum - also einer vergleichsweise kleinen Fläche – ab, wo sich die beiden Jugendnationalspielerinnen Alicia Soffel und Paulina Golla zunehmend zu Einzelaktionen gegen eine verdichtete Bietigheim-Defensive genötigt sahen. Und sich als Einzelkämpferinnen gegen das verdichtete Abwehrkollektiv auf engem Raum immer wieder aufrieben.

Entscheidende Zentimeter gefehlt

Dies jedoch kostet viel Energie, und der Kräfteverschleiß dürfte wohl entscheidend dazu beigetragen haben, dass sich die Dynamighties insbesondere durch die individuelle Stärke ihrer Nationalspielerinnen zwar viele Großchancen erarbeiteten, diese aber oftmals im Abschluss nicht nutzen konnten. „Eigentlich haben wir gut mitgehalten und auch viele richtige Entscheidungen getroffen, aber uns haben oft die entscheidenden Zentimeter gefehlt, damit die Bälle ins Tor kamen“, so Teuscher. „Entweder haben wir Pfosten oder Latte getroffen oder die starke Torfrau hat die Bälle pariert.“

Fakt ist, dass die Bietigheimerinnen zum 6:6 ausgleichen und sich bis zur Pause eine 17:13-Führung erarbeiten konnten. Und obwohl auch die Gastgeber alles andere als souverän auftraten, gab es diesmal – anders als noch vor zwei Wochen – auch in der zweiten Halbzeit keinen Zeitpunkt, an dem die FSG-Spielerinnen den Hebel umlegen konnten, um zu einer Aufholjagd zu starten. Beim 24:22 fünf Minuten vor dem Ende kam zwar noch einmal Hoffnung auf, doch als Bietigheim kurz danach den Abstand wieder auf drei Treffer erhöhen konnte, war jedem in der Halle klar: „Das war es jetzt.“

Keineswegs chancenlos gegen den Meister

In ihrem letzten Zwischenrunden-Heimspiel am 25. Februar ab 13:30 Uhr in der Budenheimer Waldsporthalle gegen den amtierenden A-Jugend-Meister Buxtehude haben die Dynamighties nun eine weitere Chance, sich doch noch fürs Viertelfinale zu qualifizieren. Buxtehude hat alle seine sechs bisherigen Spiele in dieser Jugendbundesliga-Saison gewonnen, was jedoch kein Grund ist, nun den Kopf in den Sand zu stecken.

Sabine Teuscher: „Es gibt immer noch die Möglichkeit, in die nächste Runde zu kommen. Im Vorbereitungsturnier in Oldenburg haben wir bereits gegen Buxtehude gespielt – wir ohne Paulina Golla und Alicia Soffel, aber auch Buxtehude ohne seine Nationalspielerinnen. Dabei haben wir uns sehr gut verkauft und das Spiel gewonnen.“ Man dürfe vor einem Deutschen Meister Respekt haben, aber keine Angst, denn es gebe nichts zu verlieren. „Und wir werden alles daran setzen, um dieses Spiel zu gewinnen.“

Spielerinnen und Tore

Simonelli, Keil – Soffel (9/2), Golla (6), Reuter, Schulze, Schweikhart, Teuscher (je 2), Horstmann (1), Grawe, Lennartz, Nahm, Reese.


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