Sieg gegen Stadeln - "Dynamighties" machen DM-Viertelfinal-Einzug perfekt

 Zum Abspielen des Beitrags bitte auf das Foto klicken. Fotos: P.&M.Schmidt / Audio: Antenne Mainz 106.6


MTV Stadeln – weibl. A1-Jugend 26:32 (10:14)
„Dynamighties“ stehen im Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft

Die Erfolgsgeschichte der A-Jugend-Dynamighties ist in dieser Saison noch nicht zu Ende erzählt: Nach einer starken kämpferischen Leistung und dem daraus resultierenden 32:26-Erfolg beim MTV Stadeln hat sich das Bundesliga-Team der FSG Mainz 05/ Budenheim vorzeitig den Einzug ins Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft gesichert – und gleichzeitig die Weichen für die kommende Spielzeit gestellt.

 

Die Mainz/Budenheimer Top-Torjägerin, derzeit außer Dienst, hatte ihren Spaß: „Fünf – vier – drei – zwei – eins“, zählte Alicia Soffel die letzten Sekunden des Bundesliga-Zwischenrundenspiels gegen den MTV Stadeln in der Erlanger Halle herunter, danach jubelte sie auf der Tribüne lauthals gemeinsam mit den mitgereisten Fans der „Dynamighties“. „Das Spiel ist aus, wir haben 32:26 gewonnen“, sagte sie unmittelbar nach dem Schlusspfiff“, „ich bin einfach nur mega-glücklich, dass wir das durch unsere kämpferische Leistung geschafft haben. Es war die ganze Zeit ein enges Spiel, aber ich bin total happy und super zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft!“

Aber warum saß ausgerechnet die bislang treffsicherste Spielerin der FSG Mainz 05/Budenheim beim bislang wichtigsten Spiel des Jahres auf der Tribüne? Ganz einfach: Beim Lehrgang mit der deutschen Handball-Jugendnationalmannschaft war sie wenige Tage zuvor umgeknickt und hatte sich die Außenbänder im Fuß gerissen. Anders als noch vor einem Dreivierteljahr, als Soffel dasselbe Missgeschick unmittelbar vor dem Final Four um die deutsche B-Jugend-Meisterschaft passiert war und sie dann mit einem dick bandagiertem Fuß trotzdem aufgelaufen ist (und u.a. das spätere „Tor des Jahres“ geworfen hatte) war für das Trainerduo Agnes von Römer und Jörg Schulze diesmal klar, dass Alicia auf keinen Fall spielen wird. Sie vertrauten stattdessen auf die Qualität in der Mannschaft, diesen herben Ausfall kompensieren zu können – die richtige Entscheidung.

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Ein starkes Team: Die "Dynamighties" vor dem Anpfiff. Foto: Foto: P.&M.Schmidt


Golla-Gala

 

„Ich habe von Alicias Ausfall am Donnerstagabend erfahren, das war erst einmal ein Schock, weil dieses wichtige Spiel anstand“, sagte ihre Mannschaftskameradin Paulina Golla hinterher, als sie im Auto schon auf dem Weg zum Zweitliga-Spitzenpiel der Damen I war. „Aber wir konnten es ja nicht ändern, und da habe ich mir halt gedacht: ‚Ja, dann probiere ich das ein bisschen aufzufangen, und mit der Mannschaft werden wir das schon hinkriegen‘.“

Und tatsächlich avancierte Golla, neben Soffel die zweite Nationalspielerin in den Reihen der FSG, von Beginn an zur wichtigsten Feldspielerin auf dem Platz und legte los wie die Feuerwehr. Zur schnellen 7:2 Führung ihres Teams nach acht Minuten hatte sie bereits fünf Treffer beigetragen – am Ende des Spiels sollten es 13 Tore werden.

Starke Teamleistung

Nach dem Blitzstart der Gäste reagierte der MTV Stadeln, nahm ein Team-Timeout und bestimmte eine Spielerin, die sich fortan exklusiv um „Pau“ zu kümmern hatte. Tatsächlich verfehlte die direkte Deckung ihre Wirkung zumindest anfänglich nicht, sodass die Gastgeber ihren Rückstand bis zur 16. Minute auf 7:8 verkürzen konnten. Doch bis Ende der ersten Halbzeit (14:10) hatte die FSG das Spiel wieder vollständig in den Griff bekommen, und auch in der zweiten Halbzeit ließen die Gäste – gestützt auf eine ü-ber-ra-gend haltende Alicia Simonelli im Tor, eine starke Leah Schulze als Abwehrchefin sowie wichtige Tore durch Dorina Nahm, Theresa Horstmann, Natalie Niekrawietz und Feline Teuscher – nichts mehr anbrennen.

Nach dem sicheren 32:26-Sieg blieb nicht einmal Zeit für den ganz großen Jubel und auch nicht für das Siegerfoto, da Alicia Simonelli, Leah Schulze und Paulina Golla direkt ins Auto sprangen, um die Damen I „Meenzer Dynamites“ im Zweitligaderby gegen Bensheim zu unterstützen, wo insbesondere Golla trotz ihrer gerade einmal 16 Jahren bereits eine feste Größe ist. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, heute mit der Mannschaft zu spielen“, sagte Schulze während der Fahrt, „und es war toll, dass uns so viele Fans unterstützt haben, obwohl das Spiel so weit weg war“.

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Ob mit oder ohne Bänderriss - alle hüpfen mit! Foto: Sportfreunde Budenheim / Markus Soffel


Weichen für die nächste Saison gestellt


Im letzten Zwischenrundenspiel treffen die Dynamighties am 25. Februar erneut in Erlangen – diesmal als „neutraler Boden“ – auf den amtierenden deutschen A-Jugend-Vizemeister TSV Bayer Leverkusen, der sich nach zwei Siegen ebenfalls bereits das Weiterkommen gesichert hat. Gegen den Top-Favoriten geht es also darum, wer im Viertelfinale – der letzten Hürde vor dem Final Four – als Gruppensieger auf einen Gruppenzweiten und somit einen vermeintlich leichteren Gegner treffen wird.

Doch nicht nur der weitere Verbleib in der aktuellen Deutschen Meisterschaft ist mit dem Erfolg gegen Stadeln nun gesichert, sondern es ist damit auch bereits eine wichtige Entscheidung für die kommende Spielzeit gefallen: Mit diesem Viertelfinal-Einzug verknüpft ist die direkte Qualifikation für die A-Jugend-Bundesliga in der kommenden Saison. Die FSG Mainz 05/Budenheim wird im kommenden Jahr also erneut in der höchsten deutschen Spielklasse dabei sein - ein weiterer Beleg für die hervorragende Jugendarbeit.

3. Bericap-Lauf

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