Edelfeder Klein-Röpi gibt sich die Ehre: Eine kritische Nachbetrachtung der "Wundertüten"-Saisonpremiere

Arne_700.jpg

Unfassbar: Arne versemmelt und verschenkt gegen eine lächerliche Sechs-Mann-Mauer der Osthofener den möglichen Wundertüten-Sieg.


Für den Sieg hat's nicht gereicht: Arne Kokot zu schwach für Osthofen

Haben Sie Sonntagabends zur „Tatort“-Zeit besseres zu tun als Handball in Osthofen zu spielen? Ich glaube nicht. „Normale“ Menschen sitzen auf der Couch und bemitleiden sich für den immer näher kommenden Montag, trinken mit Tränen in den Augen ihr letztes in Freiheit genießbares Hefeweizen vor dem gefängnisartigen Alltag, oder liegen schon wimmernd vor Angst im Bett und fürchten die Ketten der Arbeit, die einen jeden Montag freudig erwarten. Aber unsere „Wundertüten“ sind ja wie der Name bereits sagt auch nicht „normal“. Nein, diese unerschütterliche Truppe aus vielen sehr alten und viel zu jungen Gesichtern machte sich am Abend auf den Weg in die Osthofener Gefilde.



Neu in der Mannschaft sah man vor allem Arne „Ich kann das noch“ Kokot, Samuel „first Goal“ Pfaff, Julius „ich bin wieder da“ Horstmann und den erfolgreichen Einstand Roland Alberts als Mannschaftsverantwortlichen. Letzterer zeigte schon vor dem Spiel Engagement und motivierte Fabian „ich halt nur für Bier“ Meincke, indem er seinen Namen falsch im Spielberichtsbogen eintrug. Doch so sehr sich Roland Albert vor dem Spiel bemühte, so richtig ins Rollen kam die ausrangierte Truppe nach dem Anpfiff nicht wirklich. Osthofen ging direkt in Front und nach einer kurzen Abtastphase bauten die Gastgeber den Abstand weiter aus.

Trotzdem zeigten die Sportfreunde Kampfgeist und Ingo Fischer verteidigte den eigenen Raum mit allen Mitteln. Unglücklicherweise waren diese Mittel dem Schiedsrichter nicht hart genug, weshalb Ingo bereits nach zwölf Minuten rotgefährdet ausgewechselt wurde. Trotz allem verlor man selten den Spaß am Spiel. Fabian Meincke wettete mit der Bank der Gegner um gehaltene Bälle, Arne Kokot hielt sich noch etwas zurück um nicht schon zu früh in Führung zu gehen und Roland „MV“ Albert sorgte auf der Bank für amüsante Kritik an seinen Sohn: Niko „Lu..Lu..Luft“ Albert!! Leistungstechnisch blieb aber auf beiden Seiten alles konstant. Osthofen ging immer überlegener ans Werk und konnte sich bis auf ein 19:12 von den marode wirkenden Wundertüten absetzen.

Doch dann, der Umschwung: Mastermind Sebastian „Ich weiß was ich tue“ Reishaus setzte seine Spieler immer mehr unter Druck und motivierte die Sonntagsschläfer auf Hochtouren. Bis zur Halbzeit kämpften sich die 6 ½ Spieler auf dem Feld zum 21:17. Doch zufrieden war man noch lange nicht: Zu viel Trägheit, zu viele Fehler und zu wenig Treffer stimmten die Schütteltruppe in ein moralisches Ping-Pong-Spiel. Tim „Ihh Harz!!“ Weimer wurde für seine Wurfkünste verspottet, die Abwehr für ihr amateurhaftes Benehmen gescholten und Roland Albert für den falschen Namen auf dem Spielbericht ver“albert“ und auf sein Einstandskabinenfest als MV gedrängt.

Nach den Eskapaden des Trainers in der nach Schweiß triefenden Kabine im Osthofener Untergrund startete man deutlich konzentrierter in die zweite Halbzeit. Die Abwehr stand gut und Fabian Meincke gewann nun sogar mal seine Wetten mit den Gegnern, während Arne Kokot und Jan Best das Spiel im Angriff an sich zogen. Und tatsächlich, das Konzept des Trainers einfach nichts zu tun ging auf. Die Wundertüten lieferten sich einen harten Kampf mit den Gastgebern und gingen langsam aufs Ganze. Mit 31:31 markierte dann erstmals Arne Kokot ein Unentschieden in der Schlussphase und das Spiel nahm gehörig an Fahrt auf. Die Spannung war bis ins beheimatete Budenheim zu spüren und die Halle brodelte gewaltig. Beide Bänke rasteten gelinde gesagt völlig aus, während Daniel „Q“ Quillitzsch und Arne Kokot die Budenheimer Führung bis zum 33:31 ausbauten.

Doch auch die besten Angreifer brauchen eine stabile Verteidigung, die in dieser Phase dann wohl aber lieber auf der Couch geblieben war und dem Montag entgegenweinte. Mit seinem 10. Tor auf der Schulter peitschte Neuwundertüte Arne Kokot das Team nach vorne und Daniel „Aua, Ahh, man tut das weh“ Mühlbauer setzte per 7 Meter den letzten Treffer der Sportfreunde ins Netz: 34:33 für die Wundertüten. Aber aus speziellen Gründen in der neuen Fairnessverordnung der Wundertüten ließ man die Gastgeber gekonnt zum 34:34 ausgleichen. Stolz über die gutmütige Geste der Gäste beendete der Schiedsrichter das Sonntagsspiel um gefühlt kurz vor Mitternacht.

Damit starten die Wundertüten mit einem Punktgewinn in die Auswärtssaison. Schon in Arbeitsklamotten traten die tapferen Recken dann auch die Heimreise an und sind inzwischen ohne Schlaf und mit einer fantastischen Montagslaune auf der Arbeit angekommen.

Torschützen: Arne „Ich kann das noch“ Kokot (10), Nikolas „Papa ich hab kein Tor“ Albert (0), Manuel „Ich kanns mit beiden Händen“ Cappel (3), Ingo „nächstes Mal aber bitte Rot“ Fischer (1), Dominik „zu faul mir nen Namen auszusuchen“ Gottron (1), Jan „Kleinfingerjoe“ Best (5), Daniel „Lost in Operation“ Mühlbauer (5), Samuel „Ich bin neu hier“ (2), Julius „Ich war schonmal hier“ Horstmann (3), Ralph „Rotnasenrudolph“ Günzel (1), Fabian „Ich hab n Bier gewonnen“ Meincke (0), Björn „Eichel“ Dierecks (0), Tim „Müssen wir Harzen?“ Weimer (1), Daniel „Motivationskanone“ Quillitzsch (2).

Der gesamte Spieltag 17. / 18. September im Überblick samt Presseschau

3. Bericap-Lauf

3._Bericap-Lauf.jpg

Saisonheft 2017/2018

Final Saisonheft 2017 2018 Deckblatt

Die SFB-App

App Werbung

Wer ist online

Aktuell sind 50 Gäste und keine Mitglieder online

© Copyright “2017” DJK Sportfreunde Budenheim, Abt. Handball www.sportfreunde-handball.de

Joomla template by ByJoomla.com