Herren II siegen souverän gegen Gonsenheim

H2_Gonsenheim_700.jpg Kreuzbandriss: Yannic Renth musste den Sieg vergangene Woche in Kirn teuer bezahlen. Archivfoto: SF Budenheim

SFB Herren II – HC Gonsenheim 36:26 (15:11)
Kein Freitagabend-Krimi in Budenheim

Auch Derbygegner HC Gonsenheim vermag dem Rheinhessenliga-Spitzenreiter aus Budenheim beim 36:26 nicht länger als eine Halbzeit zu fordern. Schon kurz nach Wiederanpfiff war das Spiel zugunsten der Sportfreunde entschieden. Dessen härtester Verfolger Bodenheim patzte indessen überraschend in Bretzenheim.


Statt Feierlaune herrschte in der Trainingswoche nach dem deutlichen Auswärtssieg in Kirn zunächst eher Katerstimmung in Budenheim. Die Verletzung von Linksaußen Yannic Renth entpuppte sich als Riss des vorderen Kreuzbandes. Für ihn ist die Saison vorzeitig beendet. „Wir alle wünschen ‚Jabby’ natürlich alles Gute“, fühlt Alex Schek mit. Gerade Schek, der die Folgen seiner Knieverletzung erst in dieser Saison vollständig auskuriert hat, kann den Schmerz des Routiniers nachvollziehen und macht ihm Mut, „aber er ist fit und wird im Laufe der kommenden Saison sicher wieder zum Team stoßen“.

Zumindest in einigen Wochen wird dafür der derzeit jüngste Mittespieler Tobias Weyrich wieder zurückkehren, der derzeit noch an den Folgen einer Leistenverletzung laboriert. Er fehlte im Kader von SFB-Trainer Volker Schuster genau wie dessen dienstältester Mittelmann Daniel Marckart (Trainerlehrgang) und Heiko Schweich (Handbruch). Dafür rückten mit Lukas Sturm und Sören Dubal gleich zwei Akteure ins Team, die in der Vorwoche im Dress des Oberligateams erfolgreich waren, Nelson-Paul Renner feiert nach überstandenem Ellenbogenbruch seine Rückkehr ins SFB-Dress.

Dezimierte Gonsenheimer

Während Schuster also wie so oft in den letzten Wochen weiterhin auf einen üppigen Kader zurückgreifen konnte, erlebt sein Gegenüber Sven Engel das Gegenteil: „Die Trainingswoche war für uns alles andere als optimal, wir konnten nicht einmal vollzählig trainieren“, deutete der HCG-Coach bereits vor dem Spiel seine Zweifel an einem wirklichen Topspiel an.


Dennoch kamen die Gäste zunächst gut ins Spiel, die Budenheimer konnten ihre Chancen zunächst nicht nutzen, während der HCG konsequent sein Offensivspiel aufzog. Beim 2:4 nach vier Minuten hatten die Hausherren bereits vier Mal erfolglos aufs Tor geworfen, von Unruhe war beim Spitzenreiter jedoch nicht zu spüren. „Wir wissen, was wir können, und dieses Selbstvertrauen sieht man den Jungs einfach an“, so Schlussmann David Sturm, der mit seiner Leistung zu Beginn das Selbstvertrauen seiner Hintermannschaft stärkte.

Ein Ex-Gonsenheimer trumpft auf

Keine Probleme den Ball im gegnerischen Gehäuse unterzubringen, hatte hingegen von der ersten Minute an Alex Schek. Der Ex-Gonsenheimer bestätigte seine Topform der letzten Wochen und war von der Abwehr allzu oft nur mit unfairen Mitteln zu stoppen. Die resultierenden Überzahlsituationen wusste Budenheim dann auch konsequent zu nutzen, sodass über 6:4 und 10:6 eine 15:11-Pausenführung zu Buche stand.


Den Start in den zweiten Spielabschnitt verschliefen die Gäste aus Gonsenheim völlig: Schon nach wenigen Minuten war das Spiel beim Stand von 21:13 vorzeitig entschieden. Doch trotz der klaren Verhältnisse konnten auch die Sportfreunde ihr Spiel nicht voll entfalten. Zu oft stockte der Angriff, zu viele Abschlüsse fanden nicht ihr Ziel. Nur einer traf schier nach Belieben: Alex Schek, der seine starke Leistung mit zehn Toren krönte.

Rot für Stamm

Und so war er fünf Minuten vor Ende auch an einer symptomatischen Szene beteiligt: HCG-Spieler Paul Stamm vermochte der Sprintschnelligkeit seines Gegenspielers im Gegenstoß nichts entgegen zu setzen und holte ihn von den Beinen. Bereits in der ersten Hälfte hatte er Schek im Gegenstoß rabiat zu stoppen versucht, aus der Strafe jedoch nichts gelernt und durfte nun vorzeitig duschen.


Die letzten Minuten machte sich dann auch das von Engel bemängelte Trainingsdefizit der Gäste bemerkbar. Während Schuster munter durchwechseln konnte und mit seinem Team einen nicht glanzvollen, aber deutlichen 36:26-Sieg verbuchen konnte.

Langer, langer roter Teppich

Und so wird Schuster seinem Ruf als Mahner und Warner auch nach dem Spiel gerecht: „Vom Papier haben wir jetzt bis zum Saisonende in Bodenheim ein leichtes Programm, aber klar ist auch, dass jeder Gegner darauf brennt, uns die erste Niederlage zuzufügen“. Gerade der nächste Gegner aus Büdesheim war zwar im Hinspiel chancenlos, präsentiert sich nach drei Siegen in Folge jedoch aktuell in Topform und motiviert, den Tabellenführer vor eigenem Publikum und ohne Harz zu ärgern.

Wie schnell so ein Favoritensturz vor sich gehen kann, bewiesen zwei Tage nach den mahnenden Worten des SFB-Trainers die bis dato punktgleichen Konkurrenten aus Bodenheim, die in heimischer Halle gegen die vom Ex-Budenheimer Marcus Quilitzsch trainierten Bretzenheimer unterlagen. Der rote Teppich zum Meisterschaftsfinale ist also ausgerollt, doch die Sportfreunde bleiben auf der Hut.

Spieler und Tore: Sturm und Gippert im Tor; Schaumlöffel, Dubal (3), Gruß (5), Tessnow (2), Renner, Schuster (5), Vollmar (1), Schwappacher, J. Sturm (2), L. Sturm (7/2), McLaurin (1) und Schek (10) auf dem Feld.

3. Bericap-Lauf

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