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Höhepunkt eines beispiellosen Systemversagens: "Dann steigt eben niemand in Liga 3 auf!"



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Höhepunkt eines beispiellosen Systemversagens: "Dann steigt eben niemand auf!"

Was sich hier in Rheinland-Pfalz und im Saarland seit einigen Wochen im Zusammenhang mit der Aufstiegsfrage in die Dritte Bundesliga ereignet, schlägt immer höhere Wellen und interessiert inzwischen Handballfreunde in ganz Deutschland. Wir stellen die Abläufe in diesem Beitrag chronologisch und so wertfrei es uns in dieser Situation möglich ist zusammen.

Update: Am heutigen 11. Juni haben die Verbände ihre Entscheidung veröffentlicht, dass keines der beiden Männer-Teams in die Dritte Bundesliga aufsteigen soll.


Nachdem die Oberligasaison 2020/2021 im Januar vorzeitig abgebrochen werden muss, entscheidet der Deutsche Handballbund (DHB), dass aus jeder Oberliga (vierthöchste Spielklasse) ein Team in die Dritte Bundesliga aufsteigen darf. Die vier Handball-Verbände der Oberliga Rheinland-Pfalz/ Saar – HV Rheinhessen, Saarland, Pfalz und Rheinland – verständigen sich darauf, dass sich bis zum 1. März 2021 jedes Oberligateam um den Aufstiegsplatz in die Dritte Liga bewerben darf. Zu diesem Zeitpunkt ist Amateurvereinen nirgendwo in Deutschland einschließlich Rheinland-Pfalz und dem Saarland ein Hallentraining möglich, die Sportstätten sind bereits seit Mitte Oktober dicht, lediglich Profiteams – das sind per Definition alle Mannschaften, die der ersten bis dritten Liga (im Fußball vierten Liga) einer olympischen Sportart angehören – dürfen weiter trainieren. Es stellt sich heraus, dass sich in der Oberliga RPS zwei Männer-Teams um den Aufstieg beworben haben: der Aufsteiger aus der Saarlandliga TV Homburg und die Sportfreunde Budenheim. Alle Vereine werden am 3. März von Verbandsseite offiziell darüber informiert, dass sie keinen Profistatus für sich reklamieren können, um trotz Coronarestriktionen Hallenzeiten zu beanspruchen. „Ausnahmen sind nicht zugelassen“, heißt es in dem Schreiben der Oberliga RPS unmissverständlich.

Am 25. März 2021 treten die Durchführungsbestimmungen (DfB) der Oberliga RPS für die Aufstiegsspiele in Kraft – die erste Fassung wohlgemerkt. Sie besagen: "Sofern ein gesetzlich freigegebener Trainingsbeginn für alle teilnehmenden Mannschaften am 17. Mai 2021 existiert, findet der Spielstart ab dem 11. Juni 2021 statt." Die mindestens vier Wochen Vorbereitungszeit zwischen der Rückkehr aller Teams in die Halle und dem ersten Entscheidungsspiel sind nicht nur von den vier Verbänden gesetzt, sondern sie entsprechen auch dem „Return to Court“-Konzept des DHB, das speziell für Teams entwickelt wurde, die nach einer längeren Trainingspause wieder behutsam an den Wettbewerb herangeführt werden sollen. Für den Fall allerdings, dass die vier Wochen Vorbereitungszeit in der Halle aufgrund der Coronaauflagen nicht eingehalten werden können, enthalten die Durchführungsbestimmungen einen gravierenden Fehler: „Sollten keine Spiele stattfinden können, wird der Teilnehmer zur 3.Liga ausgelost“, heißt es darin.

Erst ein Losverfahren präferiert

Ein Losverfahren ist in der DHB-Spielordnung jedoch nicht vorgesehen. Daher tritt am 7. April eine zweite, korrigierte Fassung der DfB in Kraft, die wie zuvor die Spieltermine am 11. und 13. Juni nennt, sofern ein handballspezifisches Hallentraining für alle Mannschaften spätestens am 17. Mai 2021 wieder möglich ist. Falls dies jedoch nicht der Fall sein sollte, ist nunmehr geregelt: "Gemäß § 52 SpO [Spielordnung des DHB] muss eine sportliche Regelung getroffen werden. Eine Entscheidung wird nach dem 17. Mai 2021 vom SpA [Spielausschuss] und den Präsidenten [der Landesverbände Rheinland, Pfalz, Saarland und Rheinhessen] festgelegt."

Paragraf 52 der DHB-Spielordnung lohnt einer genaueren Betrachtung, denn darin geht es um die „Bestimmung des Siegers, Auf- oder Absteigers durch die Spielleitende Stelle“: „Kann der Sieger, Auf- oder Absteiger einer Klasse oder Staffel aus spieltechnischen oder sonstigen Gründen nicht termingerecht zur Teilnahme an den Meisterschaftsspielen, Aufstiegsspielen oder Abstiegsspielen für die nächste Spielsaison ermittelt werden, wird er von der zuständigen Spielleitenden Stelle nach sportlichen Gesichtspunkten bestimmt.“ Interessant ist nicht nur, dass das ursprünglich bevorzugte Losverfahren ausgeschlossen ist. Sondern auch, dass ein Aufsteiger nach sportlichen Gesichtspunkten bestimmt werden MUSS – die Verbände können also nicht sagen, dass keiner der Bewerber aufsteigen darf.

Hallen dort offen – hier dicht

Diese zweite Fassung der DfB hat nun monatelang Bestand. Doch die Voraussetzungen zwischen beiden Bewerbern ändern sich in dieser Zeit aufgrund rechtlicher landespolitischer Rahmenbedingungen radikal: Während sich der TV Homburg dank des sogenannten „Saarlandmodells“ seit Ende März unter handballspezifischen Wettkampfbedingungen in der Halle und mit Vollkontakt auf die Aufstiegsspiele vorbereiten und sogar Freundschaftsspiele gegen Drittligisten austragen darf, bleiben die Hallen in den folgenden Monaten in Rheinland-Pfalz weiter gesperrt. Das ist Glück für Homburg, soll hier aber nicht weiter thematisiert werden – obwohl sich die Sportfreunde Budenheim von den vier Oberliga-Verbänden schon gewünscht hätten, für gleiche Wettkampfbedingungen der beiden Aufstiegskandidaten zu sorgen.


Am 29. April informiert der DHB die Vereine darüber, dass er den Meldeschluss zur Dritten Bundesliga um zwei Wochen vom 14. auf den 28. Juni verschoben hat. Die Verbände halten in der Folgezeit dennoch an den ursprünglichen Terminen – Hallenfreigaben bis 17. Mai und Aufstiegsspiele am 11. und 13. Juni fest.

Pfingstüberraschung

Am 17. Mai 2021 ist unstrittig noch immer kein "gesetzlich freigegebener Trainingsbeginn für alle teilnehmenden Mannschaften" gegeben, denn in Rheinland-Pfalz sind die Hallen noch immer dicht. Darüber informieren die Sportfreunde Budenheim fristgerecht den Spielausschuss. Gemäß der noch immer geltenden zweiten Fassung der Durchführungsbestimmungen hätte dieser nun nach sportlichen Gesichtspunkten einen Aufsteiger bestimmen müssen. Doch tagelang rührt sich nichts – bis zum 21. Mai 2021. An diesem Freitag vor Pfingsten, um Punkt 17.26 Uhr, überrascht die Oberliga-Geschäftsstelle die verdutzten Vereine mit einer dritten Fassung der Durchführungsbestimmungen. Darin werden die beiden Aufstiegsspiele nun auf den 25. und 27. Juni terminiert. Beigefügt ist ein Schreiben des DHB, das die Verbände seltsamerweise so interpretiert wissen wollen, dass sämtliche Drittliga-Aufstiegskandidaten nun auf einmal doch dem Profibereich zuzurechnen seien (was die Verbände am 3. März bekanntlich noch kategorisch ausgeschlossen hatten) und folglich Anspruch auf handballspezifische Hallennutzung hätten.

Problem 1: Um 17.26 Uhr ist niemand mehr aus der Verwaltung zu erreichen, eine Hallenfreigabe hätte wegen Pfingsten frühestens am darauffolgenden Dienstag erfolgen können (wieder vier Tage mögliche Vorbereitung verschenkt).

Problem 2: Die Vier-Wochen-Frist, die allen Vereinen zur handballspezifischen Vorbereitung in der Halle bis dahin eingeräumt war, ist nun plötzlich verschwunden.

Problem 3: Das DHB-Schreiben besagt mit keinem Wort, dass die Aufstiegskandidaten nunmehr einen Profistatus für sich beanspruchen dürfen. Es enthält lediglich die Bitte, „den Zugang zu Sportstätten für die teilnehmenden Vereine an der Qualifikation zur 3. Liga von den zuständigen Behörden mit sofortiger Wirkung zu ermöglichen“.


Der Spuk hat eine Ende – oder auch nicht

Die Bitte entfaltet – was sich eigentlich auch jeder Nicht-Jurist denken kann – selbstverständlich keine Rechtskraft. Natürlich beantragen die Sportfreunde Budenheim am Dienstag, 25. Mai, dem ersten Werktag nach Pfingsten, dennoch sofort zum x-ten Male die Nutzung ihrer Waldsporthalle. Die Kommune erkundigt sich beim Kreis und der Kreis schließlich beim rheinland-pfälzischen Innenministerium, das parallel dazu auch von den Handballverbänden angefragt worden ist (warum ist das nicht vor der Wiederansetzung der Spiele geschehen?). Die Landesregierung stellt schließlich unmissverständlich fest: Laut aktueller Bekämpfungs-Verordnung ist und bleibt die Hallennutzung für Amateurvereine in ganz Rheinland-Pfalz strikt und ausnahmslos untersagt. Kommunen und andere Hallenträger haben keine rechtliche Möglichkeit, sich über diese Restriktionen hinwegzusetzen.

Daraufhin veröffentlicht der Oberliga-RPS-Spielausschuss am Freitag, 28. Mai die nunmehr vierte Fassung der Durchführungsbestimmungen, in der er die erst eine Woche zuvor angesetzten neuen Spieltermine für die Aufstiegsspiele wieder absetzt und eine Entscheidung "nach sportlichen Gesichtspunkten gemäß §52 DHB-SpO" für die kommende Woche ankündigt. Endlich. Wer jetzt denkt, der Spuk habe nun ein Ende, sieht sich jedoch getäuscht.


„Positive Signale aus der Politik“

Am Dienstag (1. Juni) überraschen der Spielausschuss und die Landespräsidenten erneut mit ihrer nunmehr fünften (!!) Fassung der Durchführungsbestimmungen, in der die Spiele nun plötzlich wieder angesetzt sind. „Alle Vereine“ hätten dies explizit so gewünscht, insbesondere die Frauenteams. Die Realität freilich ist eine andere. Das Frauenteam HC Koblenz zog unmittelbar im Anschluss dieser Entscheidung seine Meldung zurück: „Bedingung des Verbandes war ursprünglich eine Vorbereitungszeit von mindestens 4 Wochen für alle Mannschaften. Dies wohlgemerkt IN der Halle, mit Harz und vor allem mit Kontakt. Die Gründe dafür sind klar. Eine Qualifikation, auf diesem Niveau aber auch im Allgemeinen, ohne Vorbereitung auf einem Hallenboden und mit der nötigen Zeit ist kurz gesagt mehr als gefährlich für die Gesundheit aller Spielerinnen", schreibt der HC Koblenz auf seiner Facebookseite und ergänzt: "Für uns würde das bedeuten, unsere Spielerinnen ohne ein einziges spezifisches Handballtraining in der Halle und mit Kontakt in 2 Spiele an einem Wochenende zu schicken und die Gesundheit unserer Mädels bewusst und rücksichtslos extrem zu gefährden. Dazu sind wir nicht bereit!"

Die Verbände kümmert das nicht. Sie begründen stattdessen die Wiederansetzung damit, dass es "positive Signale" aus der Politik gegeben habe, die Anlass zur Hoffnung böten, dass die Spiele nun doch ausgetragen werden können. Am selben Tag allerdings veröffentlicht das Land Rheinland-Pfalz seine 22. Corona-Bekämpfungsverordnung, in der festgelegt ist, dass Amateurmannschaften nun zwar wieder in Sporthallen trainieren dürfen, dort jedoch nur in maximal Zehnergruppen und mit mindestens anderthalb Meter Abstand zueinander – was bei einem Kontaktsport wie Handball problematisch ist. Vollkontakt ist dagegen nun ausschließlich im Außenbereich erlaubt.

„Warum eigentlich in der Halle trainieren?“

Auf die irritierte Nachfrage der Sportfreunde Budenheim bei den verantwortlichen Gremien der Handball Oberliga RPS, dass es zu diesem Zeitpunkt nur noch drei Wochen und zwei Tage bis zum bereits verschobenen ersten Aufstiegsspiel seien und dass immer noch kein handballspezifisches Training möglich sei, antwortete ein Vertreter des Spielausschusses wörtlich: "Es ist nicht geregelt, dass man in der Halle trainieren muss." Die Sportfreunde Budenheim sollen sich in Hessen (!), wo Hallensport in Vollkontakt wieder ausgeübt werden darf, um Hallenzeiten bemühen. Die Verbände haben den Sportfreunden immer wieder mehr oder weniger verdeckt vorgeworfen, sich zu wenig um Hallenzeiten zu bemühen.

Bemerkenswert ist, dass die Verbände, die für RLP und das Saarland zuständig sind, an ein verbandsfremdes Gebiet verwiesen, um die Gesetzeslage im eigenen Verbandsgebiet (in diesem Fall Rheinland-Pfalz) zu umgehen. Ob dieses Ausweichen nach rheinland-pfälzischem Landesrecht überhaupt gesetzlich möglich ist, ist mehr als fraglich. Von hohen Ordnungsstrafen einmal abgesehen: Was würde bei einem Unfall passieren – etwa wenn sich ein Spieler bei einer 1:1-Situation in einer hessischen Halle verletzt? Aus versicherungstechnischer Sicht ist völlig ungeklärt, ob die rheinland-pfälzische Landesunfallkasse zahlen würde. Trotz intensiver Bemühung haben die Sportfreunde Budenheim – vorbehaltlich einer abschließenden rechtlichen Prüfung – bis heute keine Hallenzeiten in Hessen "ergattern" können, da die dortigen Vereine nach der langen Coronapause verständlicherweise nicht gewillt sind, ihre Trainingszeiten einem Gastverein von der anderen Rheinseite abzugeben.

„Nicht nur sportlich disqualifiziert“

In einer sportwissenschaftlichen Stellungnahme hat sich Prof. Dr. Dr. Perikles Simon vom Institut für Sportwissenschaften der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz am Dienstag, 8. Juni, strikt gegen eine Wiederaufnahme des Wettkampfbetriebs ohne ausreichende sportartenspezifische Vorbereitungszeit ausgesprochen. Den Sportlern drohten andernfalls schwerste Knie-, Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen, schreibt er: „Wenn Verbände tatsächlich glauben, man könne im Übergang zwischen Amateur- und Profisport nach Monaten ohne sportartspezifisches Training direkt Aufstiegsspiele stattfinden lassen, dann disqualifiziert sie das nicht nur sportlich, sondern sie handeln in mehrfacher Sicht unverantwortlich.“

Heute wurde bekannt, dass in Hallen in Rheinland-Pfalz ab 18. Juni wieder bis zu 20 Spieler in Vollkontakt trainieren dürfen. Eine Woche bis zum Wettbewerb sind dafür jedoch definitiv zu wenig (dass sich die Erlaubnis für die Spiele inkl. Schiedsrichter, Kampfgericht und Trainer auf mindestens 34 Personen erweitern müsste, spielt keine große Rolle mehr).

Dass zum jetzigen Zeitpunkt, am 10. Juni 2021, 15 Tage vor dem ersten Aufstiegsspiel überhaupt noch darüber diskutiert werden muss, ob die Spiele – möglicherweise auch nur ein einziges Entscheidungsspiel auf neutralem Grund, das die Verbände glorreich als „Kompromiss“ in Aussicht gestellt haben – ausgetragen werden, ist Zeugnis eines beispiellosen Systemversagens.

Update (11. Juni): Kurioses vorläufiges Ende bzw. Fortsetzung einer Posse

Freitag Vormittag (11. Juni) erreicht uns folgendes Schreiben der Oberliga RPS: "Gemäß der §§ 4 und 5 Vertrag für eine gemeinsame Oberliga RPS der Landesverbände Rheinhessen, Rheinland, Pfalz und Saar (Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar (OL/RPS)) ergeht folgender Beschluss:

a) Die Aufstiegsspiele zur 3. Liga Männer für die Saison 2021/2022 werden hiermit endgültig abgesetzt.

b) Die Präsidenten sehen sich aus folgenden Gegebenheiten außerstande, nach § 52 SpO/DHB einen Aufsteiger zu benennen:

  • keine sportliche Entscheidung möglich,
  • kein sportlicher Vergleich beider Mannschaften, da die Saison 2020/2021 unterbrochen und nicht wieder aufgenommen wurde,
  • keine Kenntnis über die Spielstärke beider Mannschaften wegen Kontaktsportverbot."

Wir zitieren erneut §52 SpO: "Kann der Sieger, Auf- oder Absteiger einer Klasse oder Staffel aus spieltechnischen oder sonstigen Gründen nicht termingerecht zur Teilnahme an den Meisterschaftsspielen, Aufstiegsspielen oder Abstiegsspielen für die nächste Spielsaison ermittelt werden, wird er von der zuständigen Spielleitenden Stelle nach sportlichen Gesichtspunkten bestimmt."

Alle drei von den Verbänden genannten Gründe sind sogenante Zirkelbezüge: Paragraf 52 DHB-Spielordnung verpflichtet die Verbände dazu, eine Entscheidung nach sportlichen Gesichtspunkten zu treffen. Die Verbände verweigern diese Entscheidung nach sportlichen Gesichtspunkten, weil keine sportliche Entscheidung möglich ist (Grund 1). Einen direkten Vergleich beider Teams hätte es ausschließlich und frühstens auch in der regulären Saison während der Aufstiegsspiele geben können, da der TV Homburg und die Sportfreunde Budenheim in getrennten Staffeln eingeteilt waren. Die beiden Staffelsieger hätten den Aufstieger ausgespielt, was im Klartext auch hier heißt: Der Aufsteiger kann nicht nach sportlichen Kriterien ermittelt werden, da dieser nicht sportlich ermittelt werden kann (Grund 2).

Bleibt Punkt 3 "Keine Kenntnis der Spielstärke wegen Kontaktverbot": Es ist an keiner Stelle geregelt, dass dieses Kriterium herangezogen werden muss, um eine Entscheidung unter sportlichen Gesichtspunkten zu treffen. Kann die aktuelle Mannschaftsstärke nicht in die Bewertung einfließen, so müssen eben andere Kriterien herangezuogen werden. Etwa: Wie war die Platzierung beider Teams im vergangenen Jahr, in den vergangenen drei Jahren oder den vergangenen fünf Jahren? Wie viele Jugendmannschaften haben die Teams gemeldet? In welchen Spielklassen treten die Jugendmannschaften an? In welchen Ligen spielt der Unterbau der beiden Bewerber, also die zweite, dritte und vierte Mannschaft und wie erfolgreich sind sie dort?

Es gibt viele Möglichkeiten, Kriterien für die Entscheidung nach sportlichen Gesichtspunkten zu definieren. Diese Kriterien haben die Verbände übrigens auch bei der Entscheidung angelegt, wer aus der männlichen B-Jugend an den Ausscheidungsspielen um die Deutsche Jugendmeisterschaft teilnehmen darf - warum soll bei den Aktiven nun keine Setzliste möglich sein? Die Verbände argumentieren: Weil keine Spiele stattfinden können, kann keine Entscheidung unter sportlichen Gesichtspunkten getroffen werden. Auch hier wieder ein Zirkelbezug. Die Posse geht weiter.

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