Jugend: Höhentrainingslager der Nachwuchshandballer

10425444 10153293403345802 592509863265103062 nNachwuchs der SF Budenheim im Höhentrainingslager vor dem Osterturnier in Biberach
Am ersten Montag der Ferien machte sich ein Tross von über 70 Personen aus Budenheim auf den Weg gen Schweiz. Ziel war das autofreie Alpenörtchen Mürren, welches umrahmt von Eiger, Jungfrau und Mönch auf 1600 Meter Höhe gelegen alle Rahmenbedingungen für ein intensives Trainingslager bietet. Mit dabei waren jeweils die weiblichen und männlichen C-/B-Jugenden der Sportfreunde aus Budenheim.
Gleich bei der Ankunft tat sich schon die erste Hürde auf. Da die große Gondel aus technischen Gründen nicht verfügbar war, mussten Personen und Gepäck in der kleinen Transportgondel über etliche Fahrten verteilt nach oben befördert werden.

Cleverness zeigte hierbei die männliche B-Jugend - ihr Gepäck ließen sie zwar nach oben fahren, jedoch bewältigten sie die 800 Höhenmeter inklusive einiger Umwege in einen Gewaltmarsch auf eigenen Füßen. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit und völlig durchnässt erreichen auch die letzten das Ziel und bekamen obendrein noch das abendliche Fitnessprogramm in der Sporthalle erlassen. Die restlichen Mannschaften stellten sich aber geschlossen, inklusive einiger Betreuer, dem Tabata-Programm, was bei letzteren zu gehäuften Klagen über Muskelkater in den Folgetagen führte. 

Der Dienstag und der Mittwoch standen dann aber ganz im Zeichen des Sports. Für jede Mannschaft standen zunächst einmal 4-5 Hallenzeiten zum spezifischen Handballtraining zur Verfügung. Wer aber während des Trainings anderer Mannschaften an Ruh und Rast dachte, war weit gefehlt. Die männliche C-Jugend machte die Piste unsicher; die weibliche C-Jugend erkundete auf verschneiten Wegen die Umgebung und die weibliche B-Jugend tobte sich im Schwimmbad aus. So vergingen zwei Tage, wie auch die Kräfte der jungen Athleten/-innen, wie im Fluge.
Am Donnerstag sollte dann eine gemeinsame Schlittenfahrt aller Mannschaften den Abschluss des Trainingslagers besiegeln. Die Schlitten wurden hierfür selbstredend 400 Höhenmeter über Schnee, Eis und Stein mit den eigenen Händen nach oben gezogen. Die auf diese Weise ehrlich verdiente Abfahrt wurde dann erst einmal genutzt, um sich mit dem Kufengerät vertraut zu machen. Schlitten haben keine Bremsen; die Kurvensteuerung erfolgt über die Beine; nur eine begrenzte Anzahl von Personen kann gleichzeitig auf einen engen Weg nebeneinander fahren; die rote Piste sollte tatsächlich nur von Skifahren benutzt werden und ein Schlitten fährt auch ohne seinen Besitzer ganz gut. Mit diesen Erkenntnissen ausgestattet und mit der Güte der Betreuer unterstützt konnten sich die Jugendlichen nach einer kurzen Liftfahrt noch zwei weitere Male auf die Loipe wagen.
Glücklicherweise verletzungsfrei machte sich die kleine Horde am Freitag auf die Weiterfahrt nach Biberach an der Riß. Hier fand zum 18. Mal das internationale Osterturnier (IBOT), welches mit über 104 teilnehmenden Mannschaften in den Altersklassen A-C-Jugend aus sieben Nationen zu einem der größten Hallenturniere überhaupt gehört. Da die Warteliste lang ist und die Veranstalter auf hohe Qualität der teilnehmenden Mannschaften setzen, ist das IBOT traditionell auch hochklassig besetzt. Mit fünf Mannschaften, die weibliche A-Jugend kam noch zumindest in Teilen dazu, stellte der SF Budenheim eine der größten Fraktionen. Dies machte sich vor Allem auf den Zuschauerrängen hörbar bemerkbar. Neben den fünf bis sechs eigenen Spielen, welche jede Mannschaft in den drei Turniertagen absolvierte, wurde von den spielfreien Mannschaften in Marathonmanier Hallenhopping betrieben, um die Eigenen lautstark anzufeuern. Neben der ununterbrochenen Bearbeitung der Muskeln, sollten nun also auch die Stimmbänder einem Belastungstest unterzogen werden.
Aber auch aus sportlicher Sicht mussten sich die Sportfreunde auf dem IBOT nicht verstecken. So konnten vier der fünf Mannschaften das Viertelfinale erreichen – lediglich die männliche B-Jugend konnte sich nicht behaupten und musste sich, auch vom Verletzungspech geplagt, mit dem letzten Platz zufrieden geben. Obwohl dann auch das Viertelfinale für die beiden C-Jugend Mannschaften das Ausscheiden bedeutete, konnten diese sich in den Platzierungsspielen einen respektablen 6. (weiblich C) und 5. Platz (männlich C) erspielen. Großen schickten sich allerdings die Mädels der weiblichen B- und A-Jugend an zu vollbringen. Noch nie gelang einer Budenheimer Mannschaft der Einzug in ein Finalspiel des IBOT und nach zwei packenden Halbfinalbegegnungen fanden sich im Selbigen gleich beide Mannschaften wieder. Die weibliche A-Jugend, welche ohnehin nur in Teilen beim Turnier vertreten war, konnte im Finale gegen das Bundesligateam aus Ketsch allerdings nicht für eine Überraschung sorgen, zeigte sich aber mit dem erreichten zweiten Platz hoch zufrieden. Die B-Jugend hingegen erspielte sich in einem hochklassigen Match gegen den Oberliga Meister aus Hessen, der HSG Bensheim/Auerbauch, mit einem 16:14 den Turniersieg und sicherte sich damit ihren Platz in der Hall of Fame des IBOT.
Beachtenswert war auch die anhaltende Unterstützung der Budenheimer Mannschaften in den Finalspielen. Nach sieben langen und mühsamen Tagen traten diese nämlich nicht nach ihrem letzten Spiel die ersehnte Heimreise an, sondern warteten noch bis zum Endspiel ihrer beiden Mannschaften, um diese gebührend zu unterstützen. Gleichzeitig verfolgten auch viele daheimgebliebene Verwandte und Vereinsmitglieder die Spiele über den Livestream aus der Halle. Müde, aber erhobenen Hauptes, trat der Tross dann schließlich nach der Siegerehrung die Heimreise nach Rheinhessen an.

 

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